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Freidenker und Religion – Thesen

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Im Heft 4/2013 des „Freidenker“ wurden nachstehende Thesen veröffentlicht und für Verbandsmitglieder, Sympathisanten und alle Interessierten zur Diskussion gestellt. Wir wollen Ihnen auch hier Gelegenheit geben, Ihre Meinung, aber auch Ihre kritischen Einwände, zu äußern. Das ist uns wichtig.

Dr. Horst Schild

1

1.1 Derzeit erleben Religiosität und Religionen, global betrachtet, einen Aufschwung. Und das in vielfältigen Formen. Ausnahmen bilden allenfalls West- und Mitteleuropa und einige Teile Südosteuropas.
In Deutschland bezeichnet sich etwa ein Drittel der Bevölkerung als konfessionsfrei. Aber nicht einmal jeder Achte der Weltbevölkerung bekennt sich heute als Nichtgläubiger. In den USA glauben etwa 90 Prozent der Menschen an Gott (und rund drei Viertel gar noch an Teufel und Hölle).
Die Zuwächse Gläubiger, die USA ausgenommen, sind vor allen in den ärmeren Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens zu verzeichnen. Und das ist keineswegs zufällig.

1.2 Zwischen Religiosität und präsenter Religion einerseits und sozialökonomischer und politisch-ideologischer Situation andererseits besteht ein Zusammenhang.
Ihn weiterhin transparent zu machen, sollte Teil unserer Aufklärungsstrategie bleiben. Denn die krisenhafte, durch den Imperialismus verursachte globale Entwicklung, die daraus resultierende Zunahme von Massenverelendung und auch von medienunterstützter geistiger Verunsicherung und Verdummung ist nicht zu übersehen. Nicht zu übersehen sind kriegerische Aktionen und Barbarei, Terror und andere militärische Auseinandersetzungen, Hunger und Krankheiten (bei völlig unzureichender medizinischer Versorgung) sowie Umweltzerstörungen in weiten Teilen der Welt. Unübersehbar auch häufig eine fehlende, real erscheinende gesellschaftliche Alternative. All das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das „religiöse Elend“ als „Ausdruck des wirklichen Elends …, (als) Seufzer der bedrängten Kreatur (und als) Gemüt einer herzlosen Welt“ (Karl Marx) Aufschwung erhielt und weiterhin erhält.
Die Vorstellung eines raschen „Verschwindens“ von Religiosität und Religion hat sich hier als übereilte Illusion erwiesen.

1.3 Eine etwas gegenläufige Tendenz ist allerdings für Europa zu konstatieren. Abgesehen von seiner katholischen „Einrahmung“ (Irland und Polen), kann hier durchaus von einer Krise der Religion gesprochen werden. Sie betrifft insbesondere die christlichen Großkirchen. Noch vor Ende des vorigen Jahrhunderts sah sich der damalige Papst gezwungen, seine europäischen Bischöfe zu einer Synode zusammenzurufen, auf der diese  Krise offen zur Sprache kommen sollte. Die Verlautbarungen zum Hauptthema unter der Überschrift „Entchristlichung“ bedauerten nicht nur den zahlenmäßigen Rückgang der Glieder christlicher Kirchen. (Das kann man ja nachfühlen, sogar als Freidenker.) Es wird überdies die Ausbreitung und Zunahme einer atheistisch dominierten Lebensgestaltung einerseits und die eines solchen „Unglaubens“ wie etwa des Islam andererseits mit scharfen Worten gegeißelt. Schon in einem Vorbereitungsdokument zu dieser Synode wurde mit großer Sorge konstatiert, dass die „Gefahr einer zunehmenden und radikalen Entchristlichung und einer Rückkehr zum Heidentum auf dem europäischen Kontinent groß (ist)“.[1] Was soll dann bloß aus dem christlichen Abendland und seinen von ihm geprägten Werten werden, auf die sich ja auch nicht wenige konservative politische Parteien Europas scheinheilig berufen und sie permanent beschwören?
Mit tiefem Bedauern wurde in diesem Papier außerdem festgestellt, es gäbe unter Christen selbst (!) die Tendenz, dass alles zur Diskussion gestellt wird, auch innerhalb der Kirche.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. sieht die Christen sogar als das „meistverfolgte Volk“. Er beklagte die Ausgrenzung vieler Gläubiger auch in christlichen Ländern: „Als Christen sind wir überall verirrt und fremd… Es scheint heutzutage erstaunlich zu sein, dass man noch glauben und danach leben kann.“[2] Auch in Deutschland sehen sich Vertreter der katholischen Kirche zunehmend ins gesellschaftliche Abseits gedrängt. Grund dafür sei, dass sie unangepasst seien und sich gegen egoistische und materialistische Strömungen stemmten, bemerkte das damalige Kirchenoberhaupt.
Vertreter der katholischen Kirche wähnen ihren Glauben immer mehr an den Rand gedrängt. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner befürchtet eine „Katholikenphobie“ in unserer Gesellschaft.

1.4 Es ist also ein Paradoxon zu konstatieren: Die Religionen der Welt sind, zugespitzt formuliert, „auf dem Vormarsch“ – und die Zahl der Nichtgläubigen, Atheisten und Agnostiker wächst zur gleichen Zeit.
Obwohl nicht im Zentrum des Spektrums unserer Aktivitäten stehend, bleibt auch deshalb für uns als Freidenker „Religion“ ein Thema, heute und in Zukunft.

1.5 Aber selbst wenn sich die globale Situation geändert hat, wenn es auch in Europa und in Deutschland partielle Verschiebungen gibt, muss der Deutsche Freidenker-Verband seine Positionen zu Religiosität und Religionen nicht prinzipiell neu bestimmen. Diese sind in der Berliner Erklärung von 1994 klar und eindeutig fixiert. Auch die zum Dialog mit Gläubigen und zu unserer Haltung gegenüber Kirchen und Klerikalen. Es heißt dort:

  • Trotz teilweise tiefer weltanschaulicher Gegensätze zwischen dem, was wir unter freiem Denken verstehen, und dem religiösen Glauben, treten wir für Dialog und Zusammenarbeit mit allen Gläubigen ein, die sich für die Verwirklichung des Humanismus einsetzen. Wir wollen die Konfrontation der Ideen zum Zweck der Kooperation im Handeln. Wir erwarten von den Persönlichkeiten und Institutionen der Kirche, dass sie ebenfalls auf den humanistischen Dialog setzen und nicht auf den kräftezehrenden Kampf gegen Andersdenkende und deren Geistesfreiheit.
  • Wir lassen uns davon leiten, dass die religiöse Frage der Sicherung des Überlebens der Menschheit und der Schaffung menschenwürdiger Zustande untergeordnet werden muss.
  • Unsere Religionskritik ist nicht gegen religiöse Menschen oder die Religion „an sich“ gerichtet, sondern gegen jegliche Form des Klerikalismus, den politischen Missbrauch der Religion und der religiösen Gefühle der Menschen, gegen religiösen Fundamentalismus Dogmatismus und Fanatismus und gegen die „Allianz von Thron und Altar“, also gegen jegliche Form des Staatskirchentums.

In diesem Sinne verstehen wir Religionskritik als Gesellschaftskritik.

 1.5 Religionskritik schließt auch ein, sich mit Inhalten von Religionen auseinander  zu setzen, das wiederum erfordert ein Mindestmaß an Kenntnissen zu bzw. über Religionen, ihr Wesen und ggf. ihre Geschichte. Beachtung sollten dabei auch neue, nichtkonservative, humanistische und antimilitaristische Tendenzen in der Entwicklung der Religionen (bzw. deren Theologien) finden.

2

2.1 Was aber sind Religionen? Religionen  beziehen sich auf eine jenseitige (immaterielle) Macht (bzw. Mächte oder Prinzipien), auf etwas geistig Transzendentes, Heiliges, von dem der Mensch in irgendeiner Weise abhängig ist, bestraft und ggf. (meist erst jenseitig) belohnt werden kann. Religionen haben z. T. eine sehr lange Geschichte und Traditionen, die von Generation zu Generation, ggf. variiert, weiter gegeben werden. Aber auch nicht wenige Religionen sind heute ganz verschwunden. Religionen „pflegen“ bestimmte Riten, Zeremonien und Kulthandlungen, die bei den Gläubigen ein Gemeinschaftsgefühl manifestieren, auch über soziale Schranken hinweg. Dafür bedürfen Religionen kundiger, meist speziell ausgebildeter Personen (z. B. Priester, den Klerus, Imame, Rabbiner). Religionen berufen sich auf heilige Schriften oder Bücher. Religionen können Moralvorschriften und Lebensorientierungen geben, oft für jedwede Lebens- und Grenzsituation.
Religionen sind fast immer auch Erklärungsversuche für das Weltganze. Sie besitzen Weltanschauungscharakter, ohne auf eine generelle Welterkenntnis zu zielen, ja objektiv zielen zu können.
Manche Religionen beziehen sich auf philosophische, meist idealistische Systeme im weitesten Sinne oder haben solche in sich aufgenommen (das Christentum etwa den Stoizismus und den Neoplatonismus). Andere Religionen, etwa bestimmte Richtungen des Islam oder das Christentum im Mittelalter, sind stärker politisch, teils sogar theokratisch orientiert. Hinduismus und Buddhismus legen größeren Wert auf spirituelle Aspekte. Überschneidungen finden sich in nahezu allen Religionen und insbesondere bei deren Rezeption und Ausübung durch den einzelnen Menschen. In Mode gekommen, besonders bei Jüngeren, sind „neue“ Religionen bzw. „Patch-Work-Religionen“, die Inhalte und Riten verschiedener Religionen kombinieren.

2.2 Entgegen häufig geäußerter Auffassung ist der Mensch die weitaus längste Zeit seiner Existenz ohne Religion ausgekommen. (übrigens auch ohne Kriege!) Gemeint ist die Zeit der Prä-Geschichte, in der das gesellschaftliche Sein des Menschen noch so primitiv war, dass sein Bewusstsein ausschließlich an die Praxis gebunden und daher nicht imstande war, abstrakte religiöse Vorstellungen zu entwickeln.
Zwar erlebten die als Sammler und Jäger lebenden Menschen Ängste vor bestimmten Naturereignissen wie Blitz und Donner, Hagel und Unwetter, Überschwemmungen und Dürreperioden, auch vor dem Tod. Die natürlichen Ursachen dafür aber blieben ihnen aus Unverständnis verschlossen.
Erst mit der beginnenden Abspaltung geistiger von manuell-körperlicher Tätigkeit konnten langsam Deutungsversuche für solche Erscheinungen entstehen. Diese Versuche mussten zwangsläufig spekulativ bleiben. Sie mündeten u. a. in Jagdmagie, Fruchtbarkeitskulten, Bestattungszeremonien und Grabbeigaben – Anfänge religiöser Vorstellungen und Praktiken (z. B. Schamanismus), die z. T. mit den Anfängen künstlerischer Entäußerung verbunden blieben (Höhlenmalerei, Venusstatuetten etc.). Religionen sind bis heute ein wichtiger Kulturfaktor in den unterschiedlichsten Gesellschaften und Regionen geblieben.

2.3 Die historischen Anfänge von Religiosität und Religion legen zugleich eine ihrer Wurzeln (Quellen) bloß. Es handelt sich um die erkenntnistheoretischen (gnoseologischen) Wurzeln.
Sie sind in einem objektiven Widerspruch begründet. Die Welt ist raum-zeitlich mikroskopisch wie makroskopisch unendlich, und sie befindet sich in permanenter Veränderung. Darum ist auch ebenso unser Erkenntnisprozess unendlich, andererseits aber das Wissen über diese Welt zu jedem Zeitpunkt endlich. Lücken zwischen Erkanntem und (Noch-)Nichterkanntem bieten jedoch immer Raum für Spekulationen, darunter auch für religiöse Deutungen. Diese (temporären!) Lücken gab es immer und wird es immer geben. Auch deswegen ist es äußerst problematisch zu behaupten, Religiosität und Religionen beruhen lediglich auf mangelnder Welterkenntnis.
Erkenntnisgewinn führt zwangsläufig zur selektiven Infragestellung bestimmter religiöser bzw. theologischer Vorstellungen, evtl. auch zu deren Korrektur oder Preisgabe, und unstreitig hat die Wissenschaft jedem religiösen Glauben manch tiefe Wunde geschlagen und ihn zu „Frontbegradigungen“ gezwungen. Sie tut es permanent noch heute. Aber daran ist der Glaube eben nicht gestorben. Und Gott ist auch nicht „tot“.
Die Wissenschaft allein ist nur bedingt tauglich, gegen verinnerlichte religiöse Mythen, Bilder und Legenden anzugehen. Genau das ist auch die Grenze, an die jeder lediglich auf (natur-)wissenschaftliche Indizien gründende Atheismus stößt. Das gilt gleichermaßen für  den sog. „neuen“ Atheismus.
Im Lichte der Wissenschaft wird es kein letztes, nur noch aufzudeckendes „Schlupfloch“ für Gott geben, denn für Religiosität kann bzw. wird immer wieder noch eins gefunden werden.

2.4 Die Entwicklung der Menschheit führte über die großen Arbeitsteilungen und der sukzessiv entstehenden Ungleichverteilung bei der Aneignung des Mehrprodukts zur schrittweisen Herausbildung eines „Oben und Unten“, der Klassenteilung und der Staatenbildung. Die „Oberen“, eine Koalition von politischer und geistig-religiöser Macht, nutzten bestehende und eigens dafür entwickelte religiöse Vorstellungen für die Erklärung der realen sozialen Ungleichheit und zugleich als Begründung der Machtverhältnisse und deren Manifestierung. Es wurde suggeriert, dass die bestehende Ordnung von Gott und Göttern gewollt und unveränderbar sei. Die wahren sozialökonomischen Zusammenhänge sollten für die unteren Schichten weitgehend undurchschaubar und unerklärlich bleiben. Religionen wurden auf diese Weise ideologisch und wurden zu einer Form des gesellschaftlichen Bewusstseins.
Hier sehen wir eine zweite Wurzel der Religionen, die gesellschaftliche bzw. soziale. Diese gesellschaftliche (sozialökonomische) Wurzel der Religion ist an die Existenz der Gliederung der Gesellschaft in Klassen (nicht nur antagonistischer!) gebunden. Zwischen ihr und der erkenntnistheoretischen Wurzel besteht keine starre Grenze. Sie hat, im Unterschied zur erkenntnistheoretischen Wurzel, aber keinen Ewigkeitscharakter. Als Form des gesellschaftlichen Bewusstseins steht Religion in einem engen Wechselverhältnis zu den jeweils realen gesellschaftlichen Verhältnissen.[3]

2.5 Der weitere Verlauf der Geschichte der Klassengesellschaften machte deutlich, dass Religionen und religiöse Vorstellungen bald und intensiv dazu gebraucht, richtiger: missbraucht wurden, die Ausbeutung nach innen zu verschärfen und nach außen Kriege im Namen eben dieser Religion zu führen. Die Religionsgläubigkeit und Frömmigkeit der Menschen ausnutzend, wurde gegen Andersgläubige (propagandistisch begründet gegen „Ungläubige“ und Heiden) blutig zu Felde gezogen. Keine der sogenannten Weltreligionen blieb daran unbeteiligt, und die Geschichtsbücher sind angefüllt von Verbrechen bis hin zum organisierten Völkermord, die mittels religiöser Begründung begangen wurden. Eine Kriminalgeschichte besonderer Art! Sie schließt auch die Verfolgung der eigenen Glaubensgenossen ein, z. B. mittels der Inquisition im Katholizismus oder der Fatwa im Islam.

2.6 Kaum ein religiöses System ist in sich geschlossen oder gar abgeschlossen. Das erklärt die Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit vieler Religionen. Es erklärt aber auch die Möglichkeit differenzierter Interpretationen der religiösen Texte. Auf diese Weise kann Religion sogar Vehikel für den Widerstand gegen bestehende gesellschaftliche Verhältnisse werden, Motivation und aktives Handeln für politisch progressive Kräfte. Auch dafür liefert die Geschichte Europas zahlreiche Beispiele: die Bewegung der Katharer und Waldenser, die Wiedertäufer, die Reformationsbewegung in Deutschland, besonders die Theologie eines Thomas Müntzer, die Bekennende Kirche in der Zeit des deutschen Faschismus, die Theologie der Befreiung in Lateinamerika usw.
Nach Karl Marx ist Religion nicht nur Ausdruck des wirklichen Elends und Opium des Volks, sondern zugleich auch Protestation gegen dieses Elend. Aktuell schreibt dazu Jan Rehmann: „Auch religiös inspirierte Bewegungen können die illusorische und zugleich lähmende Eigenschaft religiösen Opiums überwinden, wenn es ihnen gelingt, den ‚Seufzer der bedrängten Kreatur’ mit fundierter Kapitalismuskritik…zu verbinden“. [4] Andererseits muss jede  einseitige Orientierung des religiösen Glaubens auf ein Jenseits, auf eine Erwartung eines „ewigen Lebens“, zwangsläufig zur Lähmung in der Auseinandersetzung und der progressiven Veränderung der diesseitigen Welt führen.

3

3.1 Die Geschichte der Religionen wurde fast von Anfang an begleitet von der Kritik der Religionen. Religionskritik hinterfragt oder bezweifelt Religiosität und Religionen, deren Glaubensaussagen, Dogmen und Konzepte, auch Institutionen und Organisation. Religionskritik kann  rational und/oder moralischethisch sein. Sie ist aber nicht sofort gleichzusetzen mit genereller Infragestellung der Religion. Das aber bedeutet auch, dass Religionskritik nicht automatisch Atheismus ist.[5]
Es gibt aber bis in die Antike zurückreichende religionskritische (tendenziell auch atheistische) Denker, von vielen Vorsokratikern, insbesondere den atomistischen Materialisten bis hin zu Aristoteles und Epikur samt deren Schulen.
Auch im Mittelalter, bei religiöser Überformung des gesamten gesellschaftlichen Überbaus, fehlten religionskritische Stimmen keineswegs. Viele Scholastiker wurden zum Widerruf bestimmter Thesen oder auch ganzer Werke durch die Kirche verurteilt oder gar durch die Inquisition „peinlich befragt“, um evtl. danach auf dem Scheiterhaufen zu landen. Nahezu alle Religionen erwiesen sich nicht nur religionskritischen Auffassungen gegenüber als intolerant und fundamentalistisch, sondern auch gegenüber der jeweils anderen Religion. Ein Wesenszug war auch eine gewisse Wissenschaftsfeindlichkeit, aus der Befürchtung heraus, die Deutungshoheit über einen wesentlichen geistigen Bereich zu verlieren.

3.2 Das Freidenkertum nahm seinen Anfang (Ende des  17./Anfang des 18. Jahrhunderts) in England ebenfalls als religions- und kirchenkritische Bewegung. Im Interesse des aufstrebenden Bürgertums ging es um die Emanzipation von der politisch-ideologischen Macht der Kirche(n). Die Entwicklung ging vom Deismus über den Pantheismus hin bis zum Atheismus der (englischen) Aufklärung.
Stärker als die meisten Aufklärer Englands, später auch Deutschlands, strebte die Mehrheit der französischen Aufklärer, besonders die Enzyklopädisten (18. Jahrhundert), nicht bloß die Überwindung konfessioneller Streitereien an. Sie forderten im Namen der Vernunft gegen jedweden Glauben die Überwindung der Religionen zugunsten eines an den Naturwissenschaften orientierten Atheismus. Ihr Hauptfeind war die Kirche, ihre Philosophie war bürgerlich-progressiv und tendenziell materialistisch.

3.3 Ludwig Feuerbach, aus der linkshegelianischen Schule kommend, wandte sich nach der philosophischen Epoche des deutschen Idealismus wieder dem philosophischen Materialismus zu. In seinem Werk „Das Wesen des Christentums“ (1841) polemisiert er kritisch gegen die Religion und kennzeichnet sie als Projektion des menschlichen Wesens. Für ihn ist Gott nur der an den Himmel projizierte Selbstausdruck des menschlichen Selbstbewusstseins. Mit der Vorstellung Gottes stellt der Mensch sich seinem eigenen Wesen gegenüber, mache es sich aber als Objekt seiner Sehnsucht gegenständlich anschaulich. Feuerbach schreibt: „Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel steht, sondern der Mensch schuf…Gott nach seinem Bilde.“

3.4 Karl Marx sah im Wirken Feuerbachs den Höhepunkt des bürgerlichen Atheismus, knüpfte kritisch an ihn an und überwand dessen subjektive Sicht der Wirklichkeit. Feuerbachs Religionskritik endet dort, wo Marx‘ eigener Neuansatz seinen Anfang nimmt. Das letzte Wort Feuerbachs ist die theoretische Kritik der Religion und die Postulierung eines abstrakten Humanismus. Marx hingegen war sich darüber klar, dass eine bloße theoretische Kritik nicht ausreicht, um die Emanzipation des Menschen herbeizuführen. Die Waffe der Kritik muss selbst hinsichtlich ihrer Wirkmöglichkeit kritisch durchschaut werden. Als Fazit ergibt sich: Materielle gesellschaftliche Verhältnisse sind nur durch die materielle Aktion veränderbar. Deshalb muss von der Kritik des Himmels zur Kritik der Erde, von der Kritik der Religion zur Kritik der Politik und der tatsächlichen  sozialökonomischen Verhältnisse übergegangen werden. „Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist. Die Kritik des Himmels verwandelt sich damit in die Kritik der Erde, die Kritik der Religion in die Kritik des Rechts, die Kritik der Theologie in die Kritik der Politik.“
Wir geben den Marxschen Standpunkt nicht adäquat wieder, wenn wir ihn schlechthin verkürzt als „Atheismus“ bezeichnen und es dabei bewenden lassen. Vielmehr ist der Marxismus hier sowohl der Fortsetzer als auch der Kritiker des Atheismus in einem. Er stellt die dialektische Negation des Atheismus dar. Das müssen wir Freidenker derzeit auch für den „neuen“ Atheismus beachten!
„Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“ Gerade darum kritisiert Marx auch Feuerbachs (und Hegels) rein individualistischen, dem Idealismus verhafteten Ansatz und stellt ihnen seine berühmten „Thesen über Feuerbach“ entgegen, die in der 11. These gipfeln:
„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt drauf an, sie zu verändern.“

3.5 Die organisierte Freidenkerbewegung in Deutschland hat sich diesen Überlegungen nicht sofort und auch nicht gleich in Gänze angeschlossen.
Ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert entstammt zweier Wurzeln. Einmal die sogenannten Freireligiösen und Freigeistigen, also Gläubige, die sich organisatorisch und teilweise auch inhaltlich von der Macht und der Dogmatik der (christlichen) Großkirchen gelöst haben.
Eine andere Quelle bildeten die Erkenntnisse der aufstrebenden Naturwissenschaften. Nicht wenige materialistisch orientierte Naturwissenschaftler versuchten, breite Kreise  des Volkes atheistisch zu erziehen und naturwissenschaftlich zu bilden. Sie hinterfragten z. B., ob die Ergebnisse der Naturwissenschaften mit dem Konzept einer immateriellen Seele, eines personalen Gottes und eines freien Willens vereinbar sind. Dabei kamen sie zu antireligiösen und antikirchlichen Schlussfolgerungen.
Langsam gelangten sozialistische und marxistische Ideen in das Freidenkertum, und bürgerliche Flügel spalteten sich ab. Die Freidenkerbewegung wurde zunehmend zu einer Sache der Arbeiterbewegung und erlangte Massencharakter.
Unser Verband steht in dieser Tradition.

4

4.1 Wir Freidenker sind weltanschaulich einem philosophischen Materialismus verpflichtet, wir setzen auf Vernunft und vertrauen ihr, wir streiten für eine Gesellschaft freier und gleichberechtigter Menschen und lehnen, orientiert an den Lehren von Marx und Engels, alle Verhältnisse ab, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. „Das Grundprinzip einer menschenwürdigen Gesellschaft muss die volle und freie Entfaltung jedes Individuums sein“, so haben wir es in unserer Berliner Erklärung formuliert. Jedes Individuums, wohlgemerkt! Dieses Prinzip bestimmt auch unser Verhältnis zu Religionen, zu Gläubigen und zu Kirchen.
Unsere grundlegende Überzeugung ist es, dass es weder für das Verstehenwollen und Verstehen der Vorgänge in der Welt noch für die persönliche Konfliktregelung und positive Lebensgestaltung nötig ist, auf religiöse Vorstellungen zurückzugreifen. Vielmehr stützen wir uns auf die Erkenntnisse der Wissenschaft und die widersprüchlichen Erfahrungen der Geschichte. Auf dieser Basis behalten wir eine kritische Distanz zu allen religiösen Konzeptionen, die weder verschwiegen noch verkleistert werden soll.

4.2 Aber wir bedenken trotzdem: Jeder Mensch prägt seine Sicht von der Welt und seine daraus erwachsende Lebenseinstellung unterschiedlich aus. Dieser Prozess ist bekanntlich nie endgültig abgeschlossen, in ihm entstehen vielmehr immer wieder neue Themenbereiche und damit verknüpfte Probleme. Es tauchen Fragen auf, z. B. nach moralischen Normen, nach Maßstäben für Recht und Unrecht, für soziale Gerechtigkeit, für Schuld, Gewissen und eigene Verantwortung. Sie bedürfen immer auch neuer, jedoch zwingend erforderlicher Antworten, die freilich notwendig auch unterschiedlich ausfallen können und müssen.
In diesem Kontext sind aber Inhalte eingebettet, die sich – bildlich gesprochen – diagonal über die Gesellschaft legen, unabhängig davon, ob die sie konstituierenden Menschen dieser oder jener Weltanschauung oder Religion anhängen oder nicht.
Es seien nur wenige Stichworte mit weltanschaulicher Relevanz genannt:

  • Höhen und Tiefen des Lebens, Konfliktbewältigung in komplizierten Lebenssituationen,
  • Fragen des Umgangs mit Andersdenkenden, Anderslebenden, Andersglaubenden: in der Familie, in der Welt der Arbeit, in der Rechtsstaatlichkeit der Gesellschaft
  • Sozial- und Solidarverhalten unter den Bedingungen einer sich zunehmend re-libe-ralisierenden und globalisierenden Marktwirtschaft,
  • Krankheit und Behinderung, Alter und Tod; Sterbehilfe; Alkohol- und Drogensucht,
  • Partnerschaftliches Zusammenleben, Liebe, Sexualität (auch Homosexualität) Schwangerschaftsabbruch, In-Vitro-Befruchtung, Ehe, Freundschaft, Gleichstellung der Geschlechter,
  • Manipulation und Bewusstseinsbildung der Menschen, Aufklärung gegen Volksverdummung,
  • Globale Probleme und Konflikte, Unterdrückung, Armut und Reichtum in der Welt,
  • Aufrüstung und Kriege, Terror in der Welt,
  • Kampf um den Frieden, für Friedenssicherung, Remilitarisierung und Abrüstung.

Da solche Problemfelder real in der Gesellschaft existieren und zu ihnen auch Christen (und Kirchen) ihre Positionen beziehen – sollte uns nichts daran hindern, darüber den Dialog zu führen. Natürlich ohne damit den jeweils anderen weltanschaulich „bekehren“ zu wollen.
Es zeigt sich, dass Vorstellungen möglicher Problemlösungen einen sehr von sozialen und weltanschaulichen Überzeugungen geprägten „Zuschnitt“ besitzen. Schon deshalb verbietet sich jedweder Anspruch auf damit verbundene „ewige“ Wahrheiten, ohne dass dies für uns einen Verzicht auf Vernunft und Rationalität voraussetzt oder gar einschließen darf.

4.3 Allein daraus folgt zwingend, dass Freidenker nicht nur von Toleranz reden können, sondern sie auch praktizieren müssen. Auch und gerade deshalb, weil die Kirchen in ihrer Geschichte uns „Ungläubigen“ gegenüber Toleranz meist gänzlich versagt haben.
Toleranz begreifen wir als Beachtung und Respektierung eines Anders-Seins, eines Anders-Denkens und Anders-Handelns. So schwer es – nicht zuletzt wegen erlebter negativer Erfahrungen aus vergangenen Zeiten – auch immer fallen mag!
Toleranz bedeutet nun aber nicht, dieses Anders-Sein auch zu teilen. Ein bloßes Ignorieren oder Gleichgültigkeit gegenüber dem Anderen ist natürlich keine Toleranz. Toleranz schließt vielmehr die Auseinandersetzung mit dem Anders-Sein ein, erfordert sie geradezu. In dieser Weise ist Toleranz, gerade in einer weltanschaulich und religiös pluralistischen Gesellschaft, auch Ausdruck einer humanistischen, in einem weiten Sinn auf Wahrheitssuche und Sinngebung des Lebens gerichteten Haltung. Sie verkörpert immer eine Wechselbeziehung, setzt die Existenz zweier oder mehrerer Seiten voraus, von denen jeweils eine für die andere oder anderen jenes Anders-Sein konstatiert und es gegenseitig realiter anerkennt. Im Kontext einer Toleranzauffassung darf diese Anerkennung aber nicht dazu verführen, auf die Klärung jedweden Wahrheitsanspruchs zu verzichten. Toleranz kann es nur dann geben, wenn es zwischen den unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Auffassungen und Überzeugungen genau zu diesem Anspruch einen verbindenden Konsens gibt oder er wenigstens angestrebt wird.
Toleranz hört für uns gegenüber Menschenfeindlichkeit, Kriegs- und Völkerhetze, Rassismus, Faschismus usw. selbstverständlich auf.

4.4 Unser Verband ist Interessenvertreter religionsfreier Menschen, seine Mitglieder sind links und areligiös, aber nicht notwendig antireligiös orientiert. Sie sind antiklerikal und kämpfen gegen den politischen Missbrauch der Religionen und der religiösen Gefühle der Menschen, gegen religiösen Fundamentalismus, Dogmatismus und Fanatismus und gegen die „Allianz von Thron und Altar“, also gegen jegliche Form des Staatskirchentums. (siehe dazu auch These 1.5)
Darum fordert unser Verband die strikte Trennung von Kirche und Staat, von Kirche und Schule. Das bedeutet u.a.:

  • die Einhaltung der im Grundgesetz festgeschriebenen religiösen bzw. weltanschaulichen Neutralität des Staates,
  • die Abschaffung des staatlichen Einzugs der Kirchensteuern, der ohnehin eine Bevorzugung der Großkirchen und eine Benachteiligung der kleineren Religionsgemeinschaften (diffamierend Sekten genannt) darstellt,
  • die Abschaffung der Staatsdotationen an die Kirchen (ausgenommen für Zwecke der Denkmalpflege),
  • die Aufhebung der Staatsleistungen zur „Wiedergutmachung“ der Säkularisierung des Kircheneigentums im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1806,
  • Wir fordern auch die Kündigung von Staatsverträgen mit der Kirche, die z. T. noch auf das Reichskonkordat zwischen Nazideutschland und dem Vatikan Bezug nehmen.
  • Wir betrachten den Religionsunterricht als Angelegenheit der Kirchen und der Religionsgemeinschaften. An staatlichen Schulen hat er nichts zu suchen.
  • In staatlichen Einrichtungen wollen wir außer einer obligaten staatlichen Symbolik auch keine religiösen Artefakte haben.

Eine Überlegung zum Schluss: Wird in Deutschland der im Grundgesetz verankerte Artikel 137 der Weimarer Verfassung überhaupt ernst genommen, der uns als Weltanschauungsgemeinschaft mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften gleichstellt? Müsste ihm und dem Status quo gemäß z. B. nicht auch die Vermittlung einer materialistischen Weltanschauung ordentliches Lehrfach sein, mit von uns genehmigten Lehrplänen und Lehrbüchern und der Ausbildung entsprechender Lehrkräfte? Müsste nicht das Wort zum Tage auch von Freidenkern über die Medien kommen, unserem Verband nicht auch das Recht zustehen, Schulen in eigener Trägerschaft zu unterhalten? Utopisch? Vielleicht.
Doch abgesehen davon, dass wir Freidenker für uns nicht notwendig eine solche Rechtsstellung reklamieren, wie sie die großen Kirchen heute noch haben, – bricht nicht eigentlich der offiziell (!) weltanschaulich neutrale Staat mit dieser Neutralität, wenn er nahezu ausschließlich Moral- und Wertevorstellungen der Kirchen zu verbindlichen Entscheidungsvorgaben macht? Hier liegt vielleicht der Hauptgrund für die Schwierigkeiten beim Zustandekommen einer auf Toleranz begründeten Normalität im Verhältnis von Nichtreligiösen und Gläubigen. Es ist die Furcht der Kirchenoberen vor dem Verlust ihrer privilegierten Stellung in unserem Staatswesen, die Furcht vor den Konsequenzen ihrer strikten Trennung vom Staat. „Mit der Preisgabe ihrer derzeitigen Rechtsstellung“, meint Friedhelm Hengsbach, „fürchten die Kirchenleitungen, auch an gesellschaftlichem Einfluss zu verlieren“.[6] Doch Hengsbach teilt diese Befürchtung keineswegs, im Gegenteil. Seine Schlussfolgerung: „Der Verlust an staatlicher Kooperationsmacht könnte die Kirchen mit mehr zivilgesellschaftlichem Einfluss entschädigen.“[7]
Ob wir diese Schlussfolgerung nun teilen oder nicht, mit Sicherheit ist die strikte Trennung der Kirche vom Staat eine wesentliche Voraussetzung für dauerhafte, stabile, auf Toleranz gegründete Beziehungen von Nichtreligiösen und Gläubigen in unserer Gesellschaft. Gerade weil wir Freidenker für diese Toleranz streiten, fordern wir auch die konsequente Überwindung der Liaison von Kirchen und Staat.

Literatur:

  • Faber, Richard/Lanwerd, Susanne (Hrsg.): Atheismus: Ideologie, Philosophie oder Mentalität? Würzburg 2006
  • Feuerbach. Ludwig: Das Wesen des Christentums. Berlin 1984
  • Hartmann, Klaus: Freies Denken im Wandel seiner Bedeutung. In: Freidenker 1/2013
  • Marx, Karl: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung. In:  MEW. Bd. 1. Berlin 1958
  • Marx, Karl: Thesen über Feuerbach. In: ebd., Bd. 3
  • Pickert, Horst/Schild, Horst: Wissenschaft und Glaube, der Neoatheismus und seine Grenzen. In: Freidenker 1/2009
  • v. Raussendorff, Klaus: Unsere Religionskritik ist Gesellschaftskritik. In: Freidenker 2/2009
  • Schröder, Richard: Abschaffung der Religion? Freiburg i. Br. (2. Aufl.) 2009
  • Schweizer; Gerhard: Ungläubig sind immer die anderen. Weltreligionen zwischen Toleranz und Fanatismus. Stuttgart. (2. Aufl.)  2002
  • Tokarev, S. A.: Die Religionen in der Geschichte der Völker. Berlin 1968
  • Weltmacht Religion. Wie der Glaube Politik und Gesellschaft beeinflusst. SPIEGEL spezial. 9/2006
  • Wer sind die Freidenker und was wollen sie? Berliner Erklärung des DFV – Verbandstag 1994
  • http://www.wikipedia.org, – die freie Enzyklopädie, Stichworte „Religion“ und „Religionskritik“

 

Dr. Horst Schild,
amt. Vorsitzender der Mitgliedergruppe Dresden und Referent für Weltanschauungsfragen beim Bundesvorstand des Deutschen Freidenker-Verbandes


[1] Zit. in: Sächsische Zeitung vom 17./18. Juli 1999
[2] Zit. in: Süddeutsche Zeitung vom 9. Febr. 2013
[3] „ Auf dem Kopf stehende“, verkehrte Verhältnisse spiegelt Religion darum, wie K. Marx schreibt, als verkehrtes Bewusstsein wider.
[4] Rehmann, Jan: Kritik des Jammertals. In: junge welt v. 25. August 2008
[5] Im Mittelalter z. B. hätte weder im christlichen Europa noch in den vom Islam beherrschten Regionen jemand offen die jeweilige Religion als Atheist infrage stellen können, ohne dass dies dessen „bürgerlichen“ (und danach auch physischen) Tod bedeutet hätte.
[6] Hengsbach, Friedhelm: Trennung in Sicht? In: Freitag, Nr. 25 vom 12. Juni 1998, S. 5. – Hengsbach ist Jesuit und war Professor für christliche Gesellschaftsethik.
[7] ebd.
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 09. Januar 2014 um 21:02 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Religionskritik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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